Hamburg: Drei Staatsräte unter Verdacht

So titelt BILD.de am 14.3.19

„Die Staatsanwaltschaft ermittelt mittlerweile gegen 52 Personen, darunter viele Mitarbeiter des Amtes und sogar ein Abgeordneter. In sieben Fällen wurde nach BILD-Informationen bisher Anklage erhoben, u.a. wegen Bestechlichkeit und Vorteilsannahme.“

Von Konzertkarten, Baugenehmigungen und einem Flughafen

Quelle: BAW-Fluglaerm.de – Pressemitteilung hier…

Foto Bezirksamt-Nord christoph_bellin
Werbeanzeigen

Unbehagen am schnellen Wachstum

Die Angst von Rot-Grün vor den Naturschützern

Verhandlungen mit Nabu-Volksinitiative zum Grünschutz gehen in letzte Runden. Scheitern sie, droht ein Volksentscheid

Hamburg.  Die Freundlichkeiten müssen nicht viel bedeuten. Wenn die Vertreter des Naturschutzbundes Nabu und die Fraktionschefs Dirk Kienscherf (SPD) und Anjes Tjarks (Grüne) in den vergangenen Wochen im Rathaus zusammenkamen, gab es meist Brötchen, frischen Kaffee und Kekse – und die Stimmung war so entspannt, dass sich schon zu Beginn alle das Du anboten. Inhaltlich allerdings geht es nach Aussagen von Teilnehmern der bisher fünf Treffen durchaus hart zur Sache. Kein Wunder, denn schließlich streitet man über die Frage, wie Hamburg in zehn, 20 oder 30 Jahren aussehen soll.

Ein Bericht von Jens Meyer-Wellmann – Hamburger Abendblatt – 9.3.2019 Der ganze Bericht hier…

Der Hamburger Landschaft- und Klimaschutzverband (HLKV) kommentiert:

Allein die Tatsache, dass mit den Grünen angeblich darüber gestritten werden muss, wie viel Grünflächen in Hamburg zu erhalten sind, ist schon makaber, zeigt aber den Zustand der Partei und wie sehr diese in die Abhängigkeit der Wirtschaft geraten ist. Vor einigen Jahren hätten sich die Grünen noch gegen Grünflächenvernichtung, die sie heute selbst betreiben, anketten lassen.

Aber nicht nur Rot/Grün hat Angst vor den Naturschützern und dem Unbehagen vieler Hamburger, nein Angst hat auch die Bauwirtschaft, die die Entwicklung Hamburgs gefährdet sieht. Wenn aber Entwicklung Naturvernichtung heißt, würden wir sagen, nein danke. Dann müssen andere Modelle her, um den Wohlstand zu erhalten. Das ist unbequem, aber dann müssen die Entscheidungsträger mal raus aus dem verfilzten Nest der Seilschaften aus Politik und Bauwirtschaft.

Das Gespenst  der schrumpfenden Stadt und deren Folgen bei weniger Bautätigkeit wird immer wieder mit Leerstand, hoher Arbeitslosigkeit und Firmenpleiten, an die Wand gemalt. Dieses Gespenst ist von gestern. Heute drohen eine ungezügelte Verstädterung und eine deutliche Verschlechterung der Lebensumstände der Menschen, weil die Infrastruktur nicht ausreichend mitwachsen kann. Heute sieht man das bereits deutlich in den Schulen und Kitas sowie am Verkehr und dem allgegenwärtigen Lärm.

Wann wird es den politischen Entscheidungsträgern endlich klar, dass es keine Lösung des Flächenproblems innerhalb der Hamburger Stadtgrenzen geben kann. Man löst die großen Aufgaben der Globalisierung wie etwa Migrationsbewegungen, Verkehrszunahme und Umweltzerstörung nicht in den mittelalterlichen Strukturen eines Stadtstaates. Die richtige Antwort auf diese Fragestellungen ist die konsequente Entwicklung der Metropolregion und die Gründung eines Nordstaates.

Diese Entscheidung zu treffen, würde bedeuten, dass drei Länderparlamente aufgelöst werden könnten und auch bei den übrigen Verwaltungen deutliche Einsparpotentiale gehoben werden könnten. Und genau hier liegt das Problem: Die regionale Politik müsste sich selbst teilweise abschaffen, oder zumindest die eigene Versorgungshängematte mit der bequemen Filzeinlage verlassen. Deshalb sind die ganzen politischen Diskussionen zum Thema Naturzerstörung und Flächenverbrauch in Hamburg nur Scheingefechte. Es geht ausschließlich um die Versorgung der Politiker.

Doch zurück zu den aktuellen Scheinverhandlungen zwischen Nabu und Senat, hier sprechen im Wesentlichen Grüne Parteifreunde miteinander. Gewissermaßen führen Sie ein politisches Selbstgespräch und der Sieger der Entwicklung steht bereits fest!

Tjarks dümmliches Argument, ein Ausbremsen des Wohnungsbaus könnte die Mieten wieder schneller steigen lassen, stimmt hinten und vorne nicht. Die Mieten sind trotz Bautätigkeit exzessiv gestiegen, weil der Zustrom von Menschen nach Hamburg und damit die Nachfrage nach Wohnungen enorm gestiegen sind. Daran wird sich leider in der nächsten Zeit auch nichts ändern, ist der Zuzug doch politisch gewollt.

Aber: Nicht jeder kann zukünftig in Hamburg wohnen, eben so wenig wie jeder an der Elbchaussee leben kann, der es gerne möchte.

Was auffällt, ist das Angebot eines Kuhhandels schon im Vorfeld, Grünflächenvernichtung mit „Aufwertung von „minderwertigen“ Grünflächen zu kompensieren. Fassaden- oder Dachbegrünung sollen als Ausgleich ebenfalls dazuzählen. Wir sehen in unserem Umfeld eine Menge von ungepflegten teilweise vermoosten Balkonen, diese könnte man je nach “Vermoosungsgrad” auch dazuzählen!

Kienscherf (SPD) kommt nochmal mit der Verhandlungsfalle:  Sehen sie doch mal die Schwierigkeiten die wir haben und redet von Notwendigkeiten in unserer Stadt. Wenn der Nabu dafür Verständnis hat, dann tun sie etwas Gutes für Hamburg. Die Notwendigkeiten aber sind Luftreinhaltung, Frischluftschneisen für die Stadt zur Belüftung und Reduzierung der Stadterwärmung, Grünflächen als Naherholung für die Bürger und das Wohlbefinden  unserer Kinder. Kinder die im Grünen aufwachsen, haben weniger psychische Erkrankungen, denen hilft kein grüner Balkon oder die Friedhofsfläche. Insgesamt wird man das Gefühl nicht los, dass es bei diesen Verhandlungen nicht um den Erhalt des Hamburger Stadtgrüns, sondern hauptsächlich um die Versorgung und die Machtperspektive der Grünen Politiker/innen geht, denen die Natur anscheinend völlig egal ist.

Erfolg der Schreberrebellen in Hamburg

Zwangsbefragung in Kleingärten endgültig gescheitert! ++ Eingreifen der
Schreberrebellen erfolgreich! ++ Sielmann: Fragebögen sofort
ausnahmslos und vollständig vernichten! ++ LGH sagt „Entschuldigung“,
aber Vereine bleiben auf Kosten sitzen.

Die Pressemitteilung lesen Sie hier…. und den Inhalt der Petition hier….

Ohne grüne Umgebung steigt das Risiko für psychische Erkrankungen

25.2.19 – So ein Bericht auf web.de

Foto: © imago/Volker Preußer

Wer zwischen Wäldern, Wiesen und Parks aufwächst, trägt ein geringeres Risiko, später eine psychische Erkrankung zu entwickeln. Mehr Grün in die Städte fordern deshalb dänische Wissenschaftler, die den Zusammenhang nachgewiesen haben. .“

Viele Städte und Gemeinden sind NOCH grün – dies gilt es zu Erhalten – Nur Statements wie: “ Die Forscher sehen das als Beleg dafür, dass Städte grüner werden sollten.“ bringen uns nicht wirklich weiter voran!

Schikane? Immobilien-Riese Akelius macht Biotop zu Kleinholz – Mieter sauer

Foto: HFR

25.2.19 – Ein Beitrag von: Mike Schlink – MOPO

„Wir haben einen Schlag gegen unsere Lebensumwelt durch Akelius erlebt, der viele ältere Mietparteien richtiggehend traumatisiert hat“, sagt Michael Wetzel, Sprecher der örtlichen Mieterinitiative. Bereits am 11. Februar sei eine Gärtner-Firma „überfallartig“ auf dem Grundstück aufgetaucht und habe das komplette Hinterhof-Biotop zerstört.“

Hier der Bericht….

Stell` dir vor Du kommst nach Haus – und alle Bäume sind weg….. 😦 „Baumschlachtregister – Teil 3….