Planen, Planen, Planen – und die Kosten?

Quelle: Computeranimation des Belttunnel nach aktuellem Planungsstand © BELTRETTER. Weiterer Text über ots und http://www.presseportal.de/nr/129267 / Die Verwendung dieses Bildes ist für redaktionelle Zwecke honorarfrei. Veröffentlichung bitte unter Quellenangabe: „obs/Beltretter e.V./©BELTRETTER“

Woher kennen wir das…. wenn Bürger sich den Traum eines kleinen Hauses erlauben möchten, müssen sie sicherstellen, dass ihnen a) die geforderten Eigenmittel zur Verfügung stehen b) das ihnen das/die Grundstücke gehören und c) beim späteren Bau die zugesicherten Angebotspreise des Häuslebauers entweder zum Festpreis (bzw. eventuell kleiner prozentualer +/- Abweichung) eingehalten bzw. garantiert werden.

Politiker kennen das offensichtlich nicht bei der Vergabe von öffentlichen Aufträgen. Planungsbüros planen und planen, sogenannte „Betrachtungsräume“ werden geschaffen (teilweise über die Köpfe der Grundstückseigentümer hinweg!), erzählt ihnen dann bei sogenannten öffentlichen Plandiskussionen (ÖPD) „Man wird ja nochmal planen dürfen….“ und nach Monaten/Jahren die Frage an diese Büros: Was kostet das denn etwa?

„Wissen wir (immer) noch nicht….“

So passiert Oberbillwerder (übrigens unser Grund und Boden zum Schnäppchenpreis von 60,30€/qm!), VICTORIA  Park, MINERVA Park, S4 der Bahn,  u.v.a. Was hat das mit Hamburg zu tun? Immerhin soll die S4 der Bahn 4-gleisig mitten durch den größten Stadtteil Hamburgs (ca. 92.000 Einwohner plus x) Richtung Fehmarnbelt geführt werden!

Nun folgt nach BER, Elphi etc. – das umstrittene und flächenfressende Fehmarnbelt-Mega-Projekt. Die sogenannte „Eingriffsgrenze“ in die Landschaft hier….

Kosten heute am 30.11.2018 „erahnt“ der Bundesrechnungshof, man rechne mit vier Milliarden Euro, das sei eine – Zitat: „Kostenexplosion um den Faktor 3“

Was läuft eigentlich falsch in unserem Staate? Der Bericht der SHZ hier…

wikipedia hierzu:

Gegner sind der Ansicht, dass durch die Bautätigkeit ökologische Schäden an der Ostsee entstünden. Ebenfalls würden durch höhere Lärmemissionen der täglich 78 Güterzüge mit einer Länge von mehr als 800 Metern und mind. 9500 Kraftfahrzeuge, die die Insel Fehmarn zum Transit passieren müssen, die touristischen Ziele der Inselgemeinde gestört, die derzeit rund 80 Prozent der wirtschaftlichen Einnahmen vor Ort ausmachen.[46][47]

 

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So geht Bürgerpolitik!

Foto: © BBV Mittelfranken Stoppt Landfraß: (v. l.) Ottmar Braun, Günther Felßner, Stefan Weller, Christian Mayer, Jürgen Kern, Manfred und Jutta Weller, Robert Ort.

Mal wieder die Bayern machen es uns vor – Glückwunsch zu diesem Erfolg!

Zunächst dieser Beitrag hier von Ulrich Graf, Wochenblatt v. 

Der bayerische Verfassungsgerichtshof hat das Volksbegehren zum Flächenverbrauch gestoppt, da es einen Eingriff in die Planungshoheit der Kommunen sah.

Dann dieses „etwas größere Projekt“ als Oberbillwerder Hamburg: SEM Erlangen

Bauern und Bürger kippen großes Bauprojekt

Externer Autor am 

Die SEM in Erlangen, die die Überbauung von 196 ha wertvollem Ackerland vorsieht, ist vorerst gestoppt.

In einem Bürgerentscheid, der  am 14. Oktober abgehalten wurde, hat sich die Mehrheit der Erlanger Bürger mit über 54 % gegen die weitere Fortführung einer städtebaulichen Entwicklungsmaßnahme („SEM Erlangen-West III“) ausgesprochen und damit das Vorhaben zunächst gestoppt. Mit einem Stadtratsbeschluss hatte die Ampelkoalition im Mai 2018 ursprünglich grünes Licht für die „Voruntersuchungen“ über ein 196 ha großes Gebiet gegeben. Hier der Bericht…

NABU fordert neue Agrarpolitik

Rund 260 NABU-Delegierte tagten am Wochenende 17./18.11. 18 zur NABU-Bundesvertreterversammlung in Hamburg und verabschiedeten eine Resolution, die von der Bundesregierung entschlossenes Auftreten beim Agrarministerrat am 19. November 2018 verlangt. Des Weiteren bekannten sich die NABU-Delegierten zu einer starken EU. Die anstehende EU-Wahl sei entscheidend, um die Ziele des Naturschutzes zu sichern. Hier mehr…


 

Raus mit Euch Bauern – aus Hamburg

Das Hamburger Abendblatt titelt vom 8.10.2018:

Landwirte sollen weiter aufs Land ziehen

Stichwort: Oberbillwerder….

„Der Haken an der Sache: Dort, wo in Zukunft Oberbillwerder sein soll, sind derzeit noch Wiesen und Felder. Und wenn dieses überwiegend landwirtschaftlich genutzte Gebiet bebaut wird, muss die Stadt an anderer Stelle Ausgleich schaffen – was innerhalb Hamburgs naturgemäß schwerfällt. Daher hat die Finanzbehörde, vertreten durch ihren Landesbetrieb Immobilienmanagement und Grundbesitz (LIG), jetzt 48 Hektar in Mecklenburg-Vorpommern angekauft. Die Flächen, zusammen genommen etwa so groß wie 60 Fußballfelder, liegen nördlich der B 5 und nordöstlich der Stadt Boizenburg an der Elbe.“

und:

„Als der Senat das im Haushaltsausschuss der Bürgerschaft mitteilte, wurde nicht nur CDU-Finanzexperte Thilo Kleibauer stutzig: „Wenn die Finanzbehörde jetzt anfängt, 40 Kilometer von der Stadtgrenze entfernt im großen Umfang Grundbesitz auf Vorrat zu kaufen, ist das erklärungsbedürftig.“

Auf Nachfrage des Abendblatts äußerte sich die Behörde unter Verweis auf „Geschäftsgeheimnisse“ zwar nicht dazu, was sie für die Flächen bezahlt hat und wem konkret sie zur Verfügung gestellt werden sollen. Aber den Hintergrund erläuterte sie: „Der Erwerb eines großen Flächenareals erhöht die Angebotsfähigkeit Hamburgs für verlagerungswillige Landwirte.“ Auf die Frage, ob es nicht unrealistisch sei, Landwirten Flächen anzubieten, die fernab ihres Stammsitzes liegen, hieß es, darüber seien „im Vorwege entsprechende Absprachen getroffen“ worden.“

16.000 Bewohner – 7.000 Wohnungen – 5 Quartiere – KEINE öffentlichen Straßenparkplätze? Wo bleiben Schwerbehinderte, barrierefreie Zugänge etc. etc.? Siehe hier der Bericht des NDR v. 22.11.18

Was man unbedingt wissen sollte:

Der Landesbetrieb Immobilienmanagement und Grundvermögen (LIG)

13.325 ha – Wieviel sind das? Genau 133.25 km² – oder:  133.250.000 Mio. qm!! Diese Fläche befindet sich im Eigentum der Hamburger Firma.

Bilanzsumme: 5,15 Mrd. Euro  – der Geschäftsbericht 2017 – hier …

Stadtklimatische Bestandsaufnahme und Bewertung für das Landschaftsprogramm Hamburg

Auch wenn es schon etwas zurück liegt – aber geballte Informationen und wichtige Fakten hier:

Stadtklimatische Bestandsaufnahme und Bewertung für das Landschaftsprogramm Hamburg. Klimaanalyse und Klimawandelszenario 2050 (Gutachten, 2012)

Mit dem umfangreichen  digitalen Kartenwerk stehen für Projekte der Stadtentwicklung und auch als Grundlage für Bebauungsplanverfahren detaillierte Informationen zur örtlichen Klimasituation zur Verfügung. Das Gutachten und alle dazugehörigen Karten können Sie sich hier herunterladen